Rhythmische Fußeinreibung nach Wegman/Hauschka
Schulung erforderlich
Leitgedanke zur Anwendung:
Aufgabe der Füße ist es, den menschlichen Körper zu tragen und auf kleinster Fläche, zwischen Ballen und Ferse, die Balance der Aufrechte zu ermöglichen. Das Fußgewölbe entzieht sich der Schwerkraft.
Die Fußeinreibung intensiviert die Durchwärmung der Füße. Das ermöglicht eine Lösung des Seelischen aus dem Nerven-Sinnessystem im Kopfbereich. Dadurch wird das Einschlafen unmittelbar gefördert.
In eindrucksvoller Weise kann auch der Lösungsprozess im Sterben erleichtert werden.
Das Lavendelöl unterstützt diese Prozesse zusätzlich.
Leitgedanke zur Substanz
- Ängste (siehe Fallbeispiel 1)
- Seelische Anspannung (siehe Fallbeispiel 4)
- Einschlafstörungen (siehe Fallbeispiel 3)
- Gedankenkreisen
- Kalte Füße (siehe Fallbeispiel 3)
- Restless Legs
- Unruhige Beine (siehe Fallbeispiel 2)
- Unruhe
- Unruhe bei Sterbenden
Die Rhythmische Fußeinreibung nach Wegman/ Hauschka kann nur in Seminaren unter Anleitung erlernt werden. Siehe auch Kapitel Rhythmische Einreibungen. Aber bereits eine einfache sanfte Einreibung der Füße mit etwas Öl im beschriebenen Sinne kann eine Hilfe darstellen.
Der Redaktion liegen für diese Anwendung keine Informationen über unerwünschte Wirkungen vor.
Erstaunlich schnell führen die Rhythmischen Fußeinreibungen mit Lavendelöl zu einer Stabilisierung durch das Erlebnis der menschlichen Begegnung und der körperlichen Berührung am Abend.
Der Lavendelgeruch ist für sie sehr angenehm und zusammen mit den vorgewärmten Tüchern erlebt sie ein Gefühl des Geborgenseins. Das Ganze regt ihre Eigenwärmebildung an und ermöglicht ihr eine tiefe Entspannung, wodurch sie nach wenigen Tagen deutlich besser schläft.
Martina Menne, Schweiz
Ursi Soldner, Deutschland
Ursi Soldner, Deutschland
Die erste Einreibung erhielt er, als die Wundschwester und die Pflegefachfrau versuchten, einen neuen Wundverband anzulegen. Die Stimmung war sehr angespannt, der Patient verzweifelt. Alle drei schienen nicht abgeneigt, diese angespannte Stimmung zu unterbrechen.
Durch die Einreibung entstand eine andächtige Stimmung und der Patient öffnete nach ungefähr drei Minuten die Augen und sagte unter Tränen: „so etwas habe ich noch nie erlebt“.
Er verglich die Behandlung als ebenso hilfreich wie ein Gespräch mit dem Psychologen oder dem Seelsorger und nichts helfe ihm so gut „herunterzufahren“. Insgesamt erhielt er 16 Anwendungen über einen Zeitraum von 2 Monaten. Zu Beginn der Anwendungsserie hatte der Patient oft heiße Füße. Dies normalisierte sich im Behandlungsverlauf. Auch die psychische Situation des Patienten stabilisierte sich.
Christine Marbacher, Schweiz
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