Öldispersionsbad mit Gold-Rose-Lavendel

  • Schulung erforderlich

Leitgedanke zur Anwendung:

Beim Öldispersionsbad nach Werner Junge wird Öl so fein in Wasser dispergiert, dass der Körper es über die Haut aufnehmen kann.
Die Badewassertemperatur liegt in der Regel nicht über der Körpertemperatur, so dass der Wärmeorganismus angeregt wird. In der anschließenden Nachruhe erfolgt die aktive Auseinandersetzung des Leibes mit der Substanz, die ihn zur eigenen Wärmebildung anregt.
Die Wahl des Öles hängt von den Symptomen des Patienten ab.

Leitgedanke zur Substanz

Gold-Rose-Lavendel-Öl

Die Öldispersionbade-Therapie kann in einer ausführlichen Ausbildung erlernt werden. Eine vereinfachte Durchführung zu Hause ist aber nach Einführung durch einen Therapeuten möglich.

Besonderheiten:
Wer keinen Öl-Dispersionsapparat besitzt, kann das Öl mit 10ml Sahne verschütteln und es dann ins Badewasser geben. Der Effekt ist nicht so intensiv, aber das Öl kann dadurch aufgeschlossen werden und schwimmt nicht nur auf der Oberfläche des Wassers.

Material:

  • Badewanne
  • Öldispersionsgerät
  • ggfs. Massagebürsten
  • Fieberthermometer, ggfs. Badethermometer
  • 5 ml Gold-Rose-Lavendel-Öl
  • Biberbetttuch (ca.250cm x 150cm)
  • 3 große Badehandtücher

Durchführung der Anwendung:

  • Wasser & Öl über das Öldipsersionsgerät in die Badewanne einfüllen
  • Patient steigt in die gefüllte Wanne
  • Badedauer: als Ruhebad ca.20 Minuten mit Unterwasserbürstenmassage ca. 45 Minuten
  • Der Patient wird nach dem Bad direkt aus dem Wasser steigend noch nass in ein vorgewärmtes Tuch eingewickelt und im vorbereiteten Bett gut eingehüllt, so dass er trotz der Feuchte nicht friert.
  • In der Nachruhe, die mindestens eine halbe Stunde bis zu einer Stunde dauern sollte, ist es wichtig, dass der Patient warm wird.

Nachbereitung:

  • Badewanne & Öldispersionsgerät reinigen
  • Tücher zum Trocknen aufhängen
Die Stationsleiterin einer Palliativstation erholte sich nach einer Mammaoperation mit nachfolgender Bestrahlung und Chemotherapie über zwei Jahre schwer von diesem Eingriff. Ständige Müdigkeit, körperliche Erschöpfung und entsprechend hoffnungslose Stimmung begleiteten ihren Alltag. Während einer Kur begannen Durchfälle, die sich vorübergehend besserten, allerdings nach 3 Wochen wieder auftraten. Es stellte sich heraus, dass sie eine Colitis entwickelt hatte. Während dieser Zeit begann die Patientin mit abendlichen Öldispersionsbädern mit Gold-Rose Lavendel-Öl von Dr. Heberer und fühlte sich zum ersten Mal kräftiger, trotz des mehrmaligen, täglichen Durchfalls. Bereits nach dem ersten Bad erlebte die Patientin eine wohltuende innere Lösung und eine wohlige innere Wärme, die einen langen, erquickenden Schlaf ermöglichten. Sie sagte: „ich fühle mich trotz der Colitis auf dem aufsteigenden Ast“. Sie badet 2-3 Mal pro Woche und ein Versuch mit einem Torf-Rosmarin-Öl (ebenfalls am Abend) zeigte ihr, dass die Wirkung auch ganz anders sein kann: sie war ganz wach, fast aufgekratzt und konnte nicht schlafen. Allerdings sollte man ein Rosmarinölbad eher am Morgen machen. Zudem kann diese Anwendung durchaus später angezeigt sein.

Ursi Soldner, Deutschland

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