Arnika-Auflage bei neuralgischen Schmerzen
Leitgedanke zur Anwendung:
Durch eine feucht-warme Auflage mit Arnika kann bei neuralgischen Beschwerden der Schmerz in kurzer Zeit erträglich werden. Die Arnika nimmt zuerst die Spitze des Schmerzes und beruhigt dann die Entzündung. Durch diesen Heilungsprozess fördert sie die Neustrukturierung des betroffenen Gewebes.
Leitgedanke zur Substanz

Fotos: Klas Diederich
- Herpes Zoster (siehe Fallbeispiel)
- Neuralgische Schmerzen (siehe Fallbeispiel)
- Neuralgische Schmerzen, verursacht durch eine Chemotherapie
- Zahnschmerzen
Vorsicht bei Arnika-Allergie
Besonderheiten:
Bei sehr schmerzhaftem Herpes Zoster erträgt der Patient keine Auflage. Stattdessen kann die Arnikaessenz 1:10 verdünnt (z.B. mit dem Deckel von der Arnika-Essenz Flasche abmessen: 1 Flaschendeckel Essenz mit 9 Flaschendeckel Wasser in einer kleinen Flasche mischen, Sprühköpfe können in der Apotheke erworben werden) auf die betroffene Stelle gesprüht werden, danach evtl. mit leichtem Tuch abdecken
Material:
- Arnika-Essenz
- Wasser ca. 40°C
- Kleine Schüssel
- Leichtes Baumwolltuch, alternativ: unsterile Gaze oder ein Seidentuch
- Leichtes Tuch zum Abdecken
Durchführung der Anwendung:
- 250 ml Wasser mit 1 Esslöffel Arnika-Essenz in den Schüssel mischen (je nach größe des betroffenen Gebietes entsprechend mehr Lösung vorbereiten)
- Die Wassertemperatur sollte bei der Anwendung Körpertemperatur aufweisen.
- Das Baumwolltuch in die Schüssel eintauchen, nicht zu stark auswringen und auf die schmerzhafte Körperstelle legen, mit leichtem Tuch abdecken, so dass der Patient nicht auskühlt (jeder Druck verstärkt den Schmerz)
Dauer der Anwendung
- wenn sie gut tolleriert wird, Auflage 30 Minuten liegen lassen
- nach Abnehmen der Auflage den Patienten 30 Minuten nachruhen lassen
Nachbereitung:
- Baumwolltuch/ Gaze verwerfen (wegen Infektionsgefahr)
- Abdecktuch nach Bedarf bei 60°C waschen
Beurteilungssicherheit: Bei vielen Patienten bewährt
Bei abgeheilter Haut kann in der Folge bei Schmerzen Aconit-Schmerzöl (in der Schweiz: Aconitum/ Camphora comp. Öl) von der Wala aufgetragen werden
Im Allgemeinen ist eine zusätzliche medikamentöse Therapie angezeigt
Der Redaktion liegen für diese Anwendung keine Informationen über unerwünschte Wirkungen vor
Eine junge Frau mit einem Herpes Zoster am Thorax links hatte unerträgliche Schmerzen. Das Aufsprühen von lauwarmer Arnika-Essenz (1:10 verdünnt) brachte eine Linderung der Schmerzen. Sie ertrug keine Kleidung direkt auf der Haut, so dass sie den betroffenen Bereich zuerst mit einem Seidentuch abdeckte und dann die Kleidung darüber zog. Mit Hilfe anthroposophischer Heilmittel heilte der Zoster aus.
Ursi Soldner (Deutschland)
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